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Völlig überfüllte Hörsäle, 60% der Studierenden in nur 10% der Fächer, erschreckend hohe Drop-out-Quote – alles Fakten, die das Thema Zugangsmangement zweifellos zu einem der brennendsten Themen der Hochschulpolitik machen. Die AktionsGemeinschaft spricht sich für faire Zugangsregelungen in überlaufenen Studienrichtungen aus. Die gesunkene Drop-out-Quote an beschränkten Studien und die dadurch gestiegenen Absolventenzahlen sprechen für sich. Durch Zugangsmanagement verbessert sich auch das Studenten/Professoren-Verhältnis und die Qualität der Ausbildung des einzelnen Studierenden steigt. Gleichzeitig wird vermehrte Information an den höheren Schulen (Schnupperwochen, Info-Veranstaltungen, etc.) gefordert, um mehr Selbstreflektion bei den zukünftigen Studierenden über ihre Studienwahl zu erreichen.
Mit der Kürzung der Familienbeihilfe wurde einmal mehr deutlich, dass sich die soziale Lage der Studierenden weiter verschlechtert. Die sofortige und kompromisslose Rücknahme der Kürzungen im Bereich der Familienbeihilfe ist daher dringend notwendig. Darüber hinaus ist eine Verbesserung des bisherigen Stipendien- und Beihilfensystems erforderlich, um es treffsicherer, leistungsfördernder und vor allem sozial gerechter zu machen. Der Bezieherkreis von Studienbeihilfe muss schrittweise erweitert werden und im Fall der Überschreitungen gewisser Freibeträge soll der Anspruch auf Beihilfe nicht absolut sondern nur aliquot abgezogen werden. Geringes elterliches Einkommen darf den Studienerfolg nicht reduzieren beziehungsweise ihn nicht per se unmöglich machen. Parallel dazu sollen auch die leistungsbezogenen Förderungen ausgebaut werden, um erfolgreiche Studierende auch zu belohnen. Ziel all dieser Maßnahmen muss es sein, dass der Studienerfolg nicht von der Geldbörse, sondern vom eigenen Einsatz und dem persönlichen Erfolg abhängt.
Des Weiteren muss die Förderung für Studentenheime seitens der öffentlichen Hand weiterhin gewährleistet werden. Gerade für Kinder aus schwächeren Einkommensschichten ist ein günstiger Studentenheimplatz eine wichtige Unterstützung für das Leben während des Studiums. Heimplätze dürfen nicht aufgrund von fehlender öffentlicher Unterstützung teurer werden!
Die durch Bologna geschaffene Mobilität zwischen Studienfächern und –orten muss endlich in der Praxis umgesetzt werden. Innerhalb von Österreich muss es möglich sein, bei selben Studien ohne Stundenverlust und großen organisatorischen Aufwand zu wechseln. Hierfür ist eine Zentralisierung der Eckpunkte der Studienpläne notwendig, um Studierende nicht durch bürokratische Hürden von einer vielfältigen akademischen Ausbildung abzuhalten. Darüber hinaus sollen auch die Studierendenaustauschprogramme auf internationaler Ebene ausgebaut und organisatorisch erleichtert werden. Konkret soll die im Studienplan verankerte Einführung eines zeitlichen „Window of Opportunities“ – etwa im 5. Semester des Bachelorstudiums - die Absolvierung eines Auslandssemesters erleichtern und einer breiteren Masse ermöglichen.