Die AktionsGemeinschaft sieht mit den jüngsten Entwicklungen rund um die und den neuen Rechtsmeinungen zu den Studiengebühren ein unübersehbares Alarmsignal. "Hier lassen die Koalitionsparteien im Verhandlungspoker die Muskeln spielen, anstatt vernünftige Regelungen und Rechtssicherheit für die Studenten zu schaffen", kritisiert Martin Brenner, Bundesobmann der AktionsGemeinschaft.
Durch eigene Unfähigkeit die Verantwortung auf die Universitäten abzuschieben, die dann nach Lust und Laune autonom Studiengebühren einfordern, ist sozial verantwortungslos. Gebühren, die US-Amerikanische Höhen erreichen können, kommen für die AG unter keinen Umständen in Frage!
Erst vor Kurzem wurde betont, dass Studiengebühren nur mit starkem Beihilfesystem und einer klar definierten Obergrenze sozial verträglich sein können. "Zuzulassen, dass Studenten durch hohe Gebühren und ohne finanzielle Absicherung in die finanzielle Misere getrieben werden, ist Verrat an jenen Menschen, die dadurch gezwungen werden, ihr Studium zu beenden", mahnt Brenner die Bundesregierung zu einer Einigung im Sinne der Studenten und zu einem Ende des "parteitaktischem Aussitzens eines dogmatischen Zankapfels".
Brenner erinnert weiter an die Priorität der Studienqualität vor der Frage von Studienbeiträgen: "Als erstes muss der Zugang geregelt werden, um den Grundstein für ein qualitativ hochwertiges Studium zu legen. Denn bevor man sich überhaupt über die Ausstellung von Rechnungen Gedanken macht, muss man über die Erbringung der Leistung sprechen".