Bildungspolitische Forderungen

Christopher Dich Bildungspolitischer Referent

Sommer- und Winteruni

Aufgrund fehlender LVA – Plätze können Studentinnen und Studenten mitunter innerhalb der vorgesehenen Studienzeit ihr Studium nicht abschließen. Deshalb sollte die Möglichkeit geboten werden, auf freiwilliger Basis (geblockte) Lehrveranstaltungen innerhalb der lehrveranstaltungsfreien Zeit besuchen und absolvieren zu können. Solche Angebote existieren bereits an mehreren Universitäten bzw. Fakultäten wo die AG in der ÖH-Exekutive ist (WU, Juridicum, BWZ, …) und ist an anderen in Verhandlung (Boku, …).

 

Die AktionsGemeinschaft fordert daher eine Einführung beziehungsweise Ausweitung vonLehrveranstaltungen in der lehrveranstaltungsfreien Zeit.


Jedem Bachelor seinen Master“

Ziel des Bologna – Systems ist es, dass der Abschluss eines Bachelorstudiums die Absolventen bereits als vollwertige Akademiker dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Wer sich weiter spezialisieren möchte kann dies in einem vertiefenden Master- oder PhD-Studium tun. Es muss jedoch garantiert werden, dass jeder Bachelorabsolvent, welcher ein Masterstudium in seinem Fachbereich beginnen möchte, daran nicht durch „Zugangsbeschränkungen“ gehindert wird. Die AktionsGemeinschaft fordert daher den freien Zugang zum Masterstudium im jeweiligen Fachbereich.


Bachelor als anerkannter akademischer Grad am Arbeitsmarkt

Derzeit werden vielen Bachelorabsolventen Bezahlungen geboten, welche die von Maturanten nur geringfügig übersteigen. Dafür muss der Bachelor als vollwertiger akademischer Abschluss vom öffentlichen Dienst bis hin zu den Unternehmen und den Interessensvertretungen anerkannt werden.

Die AG fordert daher eine vollwertige Anerkennung des Bachelors und eine breit angelegte Kampagne zur Bewerbung des Bachelors. Die Wirtschaft und Industrie muss Bachelorabsolventen lohnende, attraktive Arbeitsplätze bieten.


Totalabschaffung der Studiengebühr

Studienbeitrag

Die AktionsGemeinschaft sieht es als Aufgabe des Staates an, den tertiären Bereich ebenfalls zu finanzieren und nicht durch einen Studienbeitrag die prekäre finanzielle Situation der Studierenden noch weiter zu verschärfen.

 

Die AktionsGemeinschaft fordert daher eine Totalabschaffung der Studiengebühren!

In seiner derzeitigen Form ist die Teilabschaffung der Studiengebühren als reines Wahlkampfzuckerl der letzten Nationalratswahl zu verstehen und nicht gut durchdacht.


 

Qualitätssteigerung durch ausreichende Finanzierung Österreichs Hochschulen

Eine Investition in Bildung ist eine Investition in unser aller Zukunft! Über Jahrzehnte hinweg wurde das Hochschulbudget viel zu gering angesetzt trotz steigender Studierendenanzahl! Wir begrüßen die jüngsten Aussagen, dass das Geld für die Universitäten in der Leistungsvereinbarungsperiode 2010 bis 2012 erhöht wird, das ist nicht zuletzt ein Erfolg der AG geführten Bundes ÖH.

Die AktionsGemeinschaft fordert daher, dass der Fahrplan in Richtung 2 % des BIP gestrafft werden, sodass das Ziel wesentlich früher erreicht werden kann und eine qualitativ hochwertige Ausbildung garantiert werden kann!


Qualitätssteigerung durch besseres Betreuungsverhältnis zwischen Lehrenden und Studierenden

Ein Hauptkennzeichen für Qualität im Hochschulsystem ist ein gutes Betreuungsverhältnis zwischen Lehrenden und Studierenden. Die Betreuungsrelation zwischen Lehrenden und Studierenden beträgt derzeit 1 zu 104. Tagtäglich leidet die Qualität im Studium an überfüllten Hörsälen, Problemen mit katastrophalen Anmeldesystemen und langen Wartelisten. Dieser Mangel wurde die letzten Jahre lediglich verwaltet.

Die AktionsGemeinschaft fordert daher, dass ausreichend finanzielle Mittel in die Lehre fließen, um den Studierenden eine angemessene Betreuung in ihrer Ausbildung ermöglicht wird. Weiters fordern wir eineexterne, unabhängige Qualitätssicherungsagentur, die damit beauftragt wird, Lehr- und Vortragstätigkeit von Professorinnen und Professoren zu evaluieren!

 

Mitbestimmungsmöglichkeiten an Fachhochschulen schaffen

Seit Dezember 2007 sind die Studierenden an Fachhochschulen Mitglieder der Österreichischen Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft (ÖH). Das garantiert den Studierenden an den Österreichischen Fachhochschulen erstmals eine flächendeckende, gesetzlich verankerte Studierendenvertretung. Durch die Integration in die ÖH hat sich im Studienrecht leider noch nicht viel geändert. Die tatsächlichen Mitbestimmungsmöglichkeiten sind sehr spärlich ausgeprägt, im Fachhochschul-Studiengesetz (FHStG) sind kaum Regelungen zur Mitbestimmung vorgesehen.

 

Die AktionsGemeinschaft fordert daher:

 

  • Mitbestimmungsmöglichkeiten für Studierende an jedem FH-Studiengang in einem einzurichtenden„Studiengangskollegium“.
  • Schaffung eines kollegialen Entscheidungsorgans, ähnlich dem FH-Kollegium, an allen österreichischen Fachhochschulen. Bislang haben nur 12 von 20 FH-Erhaltern ein sogenanntes „Fachhochschul-Kollegium“ eingerichtet.
  • Mitgliedschaft von zwei Vertreterinnen und Vertretern der Studierenden im Fachhochschulrat.
  • die Schaffung von gesetzlich verankerten studienrechtlichen Mindeststandards.
  • eine Novellierung des Hochschülerinnen- und Hochschülerschaftsgesetzes (HSG) um die zweideutige Rechtslage, die die FH-Studierendenvertretung zurzeit innehat, zu bereinigen.

 

Neue Lehrerinnen- und Lehrerausbildung

Die AG fordert eine schlagkräftige Vertretung und stärkere Einbindung der PH Studierenden in der Bundesvertretung der Österreichischen Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft (ÖH). Als erster Schritt wurde die Einrichtung eines eigenen Referates für pädagogische Angelegenheiten bereits von uns erreicht. Somit kann in den Bereichen Service und Beratung besser auf die Bedürfnisse der PH Studierenden eingegangen werden und die ÖH durch Vernetzung und mehr Arbeitskapazität ihre Rolle als Interessenvertretung auch der PH Studierenden ausbauen.

 

Die AktionsGemeinschaft fordert daher eine einheitliche, moderne und zukunftsweisende Ausbildung für Studierende an den PHs.


 

Internationalisierung & Erasmus

Internationale Kompetenz ist gefragt, ganz besonders dann, wenn es darum geht, einen ansprechenden Job zu finden. Sehr gut funktioniert an unseren Universitäten und Fachhochschulen das ERASMUS-Programm. Dennoch übersteigt die Zahl der nachfragenden Studierenden sehr häufig die Zahl der angebotenen Plätze. Dadurch kommen viele Studierende nicht in die Möglichkeit, überhaupt ein Auslandssemester absolvieren zu können, welches in der heutigen Zeit jedoch eine Selbstverständlichkeit sein sollte.

In allen Bereichen herrscht akuter Handlungsbedarf, um der Internationalisierung aus studentischer Sicht ideal begegnen zu können.

 

Die AktionsGemeinschaft fordert daher:

  • eine markante Anhebung der Stipendien für Auslandsaufenthalte.
  • eine Flexibilisierung der Programme für Auslandsstudien.
  • eine Ausweitung der Programme außerhalb Europas.
  • eine deutliche Steigerung der verfügbaren Plätze.
  • Maßnahmen zur Feststellung und Sicherung der Qualität dieser Programme.
  • eine Verbesserung der Stellung von sog. Free-Movern, insbesondere bei der Anerkennung und bei der Gewährung von Unterstützungen (Stipendien auch wenn man nicht am Erasmus Programm teilnimmt).
  • einheitliche Regeln zur Anerkennung Europaweit.
  • Verantwortlichkeit und Gebundenheit der Anerkennungsorgane an Richtlinien des Senates zur Anerkennung.